Juni 2010 : Mal den aktuellen "Bestand" nach oben schiebe..

 

Jolante:

Jolante ist seit Pfingsten 2009 bei uns. Natürlich kein junger Hund, natürlich ein "Gebraucht-Hund". Sie soll ca. 1999 geboren sein, was aber nur ein Schätzwert ist. Inzwischen gehen wir davon aus, dass unsere Tante deutlich älter ist, ca. 13 Jahre wird sie heute, im Juni 2010, gut und gern sein. Macht aber nix. Jolante stammt von einem Gnadenhof in Polen, landete via Tierschutz-Verteiler-Mail auf unserer Seite und hatte mein Herz sofort "kalt" erwischt. Das war im März 2008. Damals war hier noch alles komplett. Aber vergessen konnte ich das dicke, größere Hundchen nicht mehr. Im Geiste versprach ich ihr im Frühjahr 2008, wenn hier was frei wird - dann darfst du zu uns kommen. Wir konnten unser Versprechen 1 Jahr später einlösen. Jolante - unsere "Tante" lebt seit Mai 2009 in unserem Haushalt, fühlt sich wohl, verträgt sich mit allem was wir ihr vor und unter die Nase setzen. Hoffen wir mal, dass sie noch viele, viele Monate bei uns bleibt. Sie ist unser ruhiger Pol in dem ganzen Zwergen-Gewusel.

 

Nora:

Nora hieß ursprünglich Morzsa und stammt - wie die kleine Tildi - aus Ungarn. Sie war dort als selbstversorgender Straßenhund unterwegs und lies sich von Menschen nicht angreifen. Tierschützer versuchten über 1 Jahr die kleine, noch junge Dackel - Beagle - Mischung zu greifen, leider erfolglos. An einer Futterstelle wurde Nora tragend von anderen Hunden so sehr zerbissen und lebensgefährlich verletzt, dass sie sich dem Zugriff der Tierschützer nicht mehr entziehen konnte. Die ungarischen Tierschützer brachten Nora zum Arzt, wo wenigstens ihr kleines Leben gerettet werden konnte. Nachdem das Schlimmste übestanden war, kam Nora auf eine private Pflegestelle - dort fasste das schüchterne und sehr ängstliche Hundemädchen endlich etwas Vertrauen zu Menschen. Dafür hatte sie durch das schlimme Erlebnis an der Futterstelle das Vertrauen in andere Hunde fast gänzlich verloren. Um dem sehr geschockten, ängstlichen kleinen Hund ein weiteres Leben auf der Straße zu ersparen wurde sie nach Deutschland ins Tierheim gebracht, wo man auf eine schnelle Vermittlung in ein gutes Zuhause hoffte. Im Tierheim kauerte die Kleine aber nur ängstlich in der Ecke, weil mindestens 1 Hund immer bellt und sie jedesmal Angst bekam. Das Erlebnis an der Futterstelle saß so tief drinnen, dass Nora fast nichts fras. Denn Fressen wollen bedeutet für sie Schmerzen empfinden. Sie hatte die Beißerei mit dem Futter verbunden und nun Angst sich einmal richtig satt zu fressen. Am 07.05.2006 kam Nora zu uns. Zunächst sollte sie bei unseren ruhigeren Oldies lernen, dass nicht jeder Hund ihr Böses will und wieder etwas mehr Zutrauen zu anderen Hunden fassen, außerdem wurde es nun dringend nötig, die Maus ans futtern zu bringen.

Nach genau 3 Wochen nahm immer noch nur wenig, aber dass wenigstens freiwillig und ohne große Angst. Sie taute hier bei uns täglich mehr und mehr auf, spielte mit Lady und verlor immer mehr ihre Scheu.

Dezember 2007: Nora frisst heute alles, was man ihr in ihrer Schüssel vorsetzt, problemlos. Dennoch hat sie noch sehr viele Verhaltensprobleme die sich sehr wahrscheinlich im laufe der noch kommenden Jahre mit viel Geduld beheben lassen werden.

Juni 2010: Mittlerweile hat sich vieles in ihrem Verhalten deutlich gebessert, einzig Besucher werden noch immer "gefressen". Da wir das aber wissen, packen wir unsere "Kampfnatter" und "Kläfftöle" untern Arm, bis die Besucher sitzen, dann ist es weitgehend in Ordnung. Kennt sie die Leute, die zu Besuch kommen, dauert es nur kurze Zeit und sie kommt zum Schmusen zu ihnen..  Unbefugtes Betreten unseres Geländes ahndet sie nach wie vor gnadenlos - zu Recht!

 

Nina:

Reinrassiger Zwergdackel, Notfall aus Deutschland. Nina kam mit 8 Jahren im Juni 2008 zu uns. Ein kleiner, sehr zarter, ungepflegter Hund mit absolut desolaten Gebiss, vielen Macken und Abschürfungen. Da sie im Tierheim, wo sie nur wenige Tage war, nur Unfug trieb, kam sie zu uns auf Pflege.. und blieb hier "kleben". Unsere kleine Dackeline hat auch heute nur Unfug im Kopf und bellt ausgesprochen gern. Inzwischen ist sie 10 Jahre alt, kein Stück ruhiger geworden, albert hier herum und hat Spaß am Leben. Anfang 2010 musste sie sich einer Krebs-Operation unterziehen, die sie sehr gut überstand. Da sie inzwischen dauerhaft scheintragend und entsprechend zickig war, haben wir sie auch gleich kastrieren lassen.. wie war das? Kastrierte Hunde werden ruhiger, dicker, träger?? Die nicht!

 

Nicki:

Nicki ist unsere "Spring-ins-Feld" Hündin und kam im Februar 2009 zu uns. Aussehen, Gesicht, Ohren und Fellzeichnung gehören eindeutig zu einem Schäferhund , doch die Größe passt mehr zu einem "was auch immer" mittleren Getier. Nicki ist von Geburt an behindert, kam als etwa 1 jährige Hündin zu uns und wird bei uns bis zu ihrem Ende bleiben. Wir sind wohntechnich auf gehbehinderte und alte Hunde ausgelegt, verfügen über Treppenrampen und Auto-Einstiegshilfen, der untere Hausbereich ist fast ebenerdig begehbar.. In den ersten Wochen nach Nickis Einzug hörte man mich öfter stöhnen: "Nie mehr einen jungen Hund!" Nicki trägt nicht umsonst den wenig netten Beinamen: Schadenswurm!  Nichts war vor ihren Zähnen sicher - absolut nichts! Nicht mal die Türrahmen aus Metall, geschweige denn Kabel, Treppenstufen, Sofakissen, etc. Aber auch sie hat es gelernt und begriffen - heute (Juni 2010) ist sie ein fröhlicher, netter Hund, der alle Welt gern hat und nicht mehr alles mit den Zähnen erforscht. Sie geht ausgesprochen gern Gassi. Inzwischen haben sich die Leute an den seltsamen Anblick und ihren hoppelnden Gang gewöhnt und freuen sich, wenn sie unsere "Süßmaus" sehen. Nicki liebt alle Hunde - Golden Retriever Ben aus der Nachbarschaft bevorzugt!

 

 

 

Nessi:

Nessi ist am 01.12.2006 geboren und stammt ebenfalls aus Ungarn, allerdings aus einer Region nahe der unkrainischen Grenze.

Die kleine Hündin kam 3 Monate nach Chiccas Ableben in unsere Familie, zu meiner Ma und ist natürlich auch kein ganz gesunder Hund. Nessi hat Augenprobleme und gilt rechts als völlig blind. Mittlerweile hat sich heraus gestellt, dass man ihrem Augenleiden aber ein Stück weit abhilfe schaffen kann. Mit entsprechenden Augentropfen klaren die Augen nun nach und nach auf und es entsteht bei uns der Eindruck, dass es mit dem Sehen inzwischen auch schon etwas besser als noch vor 4 Wochen geht. Ansonsten ist Nessi ein eher zurückhaltendes, nettes und freundliches Tierchen, dass eine Weile brauchte, um ein wenig aufzutauen. Nessi lebt nun seit dem 24.11.2007 bei uns und bleibt ihr ganzes Leben lang bei meiner Ma, die sich an ihrer Behinderung nicht im geringsten stört.

Juni 2010: Nessi ist erwachsen geworden, aber kein Stück ruhiger. Sie ist ein Wirbelwind der gern spielt, rennt und tobt. Dank intensiver tierärztlicher Betreuung konnte ihr Augenlicht deutlich verbessert werden. Sie sieht auf beiden Augen, wenn auch auf dem Einen etwas schlechter.

 

 

Maya Murmel (vorher Wendy) :

Die taube Maya, genannt Murmel, kam vor ein paar Wochen zu uns. Sie lebt bei meiner Ma. Maya ist ca. 6 Jahre alt. Ein absolut geduldiger, freundlicher und leider auch vollkommen unauffälliger, kleiner, brauner Hund. Darum wurde sie wohl in der langen Zeit in einem polnischen Tierheim immer wieder übersehen und blieb dort über Jahre sitzen. Maya zog nach langen, langen Jahren auf einen Gnadenhof um, verblieb dort nur ganz kurze Zeit und kam von dort zu uns. Wir stellten sehr schnell fest, dass dieser Hund krank ist - ensthaft krank, denn sie konnte nur unter starken Schmerzen urinieren. Inzwischen wurde ihr ein faustgroßer Tumor und 2/3 ihrer Blase entfernt und es geht ihr den Umständen entsprechend gut.

 

Einstige treue Begleiter:

 

Mara

Mit Mara kam der Entschluß zur Haltung älterer Hunde...

Mara kam mit 12 Jahren aus dem Tierheim Münster bei Dieburg zu uns. Die Schäferhündin sollte aus verschiedenen Gründen eingeschläfert werden, doch als ich sie damals selbstvergessen in ihrem Zwinger mit einem Bällchen spielen sah, war der Entschluss nicht weit, sie zu uns zu holen und ihr noch einmal eine schöne Zeit zu geben. Mara hatte offenen Krebs auf beiden Vorderbeinen, konnte kein Halsband ertragen und war alles andere als umgänglich mit ihren Artgenossen. Sie verbrachte noch 2 schöne Jahre in unserer Familie, Jahre die wir ebenso wie sie genossen haben. Mara starb im August 1985 nach einem Schwächeanfall.

Leider kein Bild

Rocky

Rocky wurde am 15.08.1982 im Tierheim Münster / Dieburg geboren. Nach einigen fehlgeschlagenen Vermittlungen kam er als völlig verängstigter, knapp 3 jähriger, Hund zu uns. Die netten Leute vom TH übergaben mir den quierligen Schnauzer Mix damals mit den Worten: "Es ist seine letzte Chance, sonst sitzt er für immer hier im Zwinger". Rocky stellte uns vor das Problem keine Sekunde alleine zu bleiben. Er zerstörte in seiner  Verlassensangst mehr als einmal in kürzester Zeit unsere gesammte Wohnungseinrichtung und verursachte dabei enorme Kosten. Dennoch, er blieb bei uns und ich suchte mir eine Arbeit, bei der man Hunde mitnehmen konnte. Rocky hat seine "letzte Chance" gut genutzt. Im laufe der Jahre verlor er seine Ängste und wurde zum absolut lieben und verträglichen Familienhund. Er begleitete mich über 18 Jahre als treuer Weggefährte durch alle Höhen und Tiefen. Im Alter von 21 Jahren schlief er am 27.02.04, nach kurzer Krankheit, in meinem Arm zum letzten Mal ein

                                                                                  

                                                                                                      

Lady:

Lady kam zu einer Zeit zu uns, als wir noch zur Miete wohnten, nur 3 ZKB zur Verfügung hatten und  unser  Vermieter pro Wohnung nur 1 Hund erlaubte. Mit ihm wurden wir aber dann recht schnell einig und die Kleine durfte bleiben. Rocky war bereits 11 Jahre alt und er fand Lady. Ohne ihn wäre sie in einer Mülltonne jämmerlich erfroren. Es war am 14.12.1993 und bitter kalt. Die kleine, zierliche Hündin mußte kurz vorher Junge bekommen haben, ihr Gesäuge war dick geschwollen und vereitert. Sie war halb erfroren, halb verhungert, sie hatte Fieber, eine Blasenentzünfung, einen offenen Bruch am Hinterbeinchen aus dem die Knochen hervorstanden und war mehr tot als lebendig. Wir meldeten sie in den Tierheimen und den Polizeistationen der näheren Umgebung als Fundtier. Niemand meldete sich und auch Umfragen im Ort ergaben nichts. Keiner kannte die Hündin und doch stammte sie, wie sich knapp 10 Monate später heraus stellte, aus einen Haus in der direkten Nachbarschaft. Die ersten Tage lag sie nur an der Heizung, wenn wir nicht gerade beim Tierarzt mit ihr waren. Die Kosten mit ihr liefen ins Uferlose in den ersten Monaten. Lady hat sich nur langsam erholt, unser Tierarzt stellte zusätzlich einen schweren Herzfehler fest, der sie aber zum heutigen Zeitpunkt kaum mehr belastet.

Heute ist Lady eine umgängliche, zutrauliche und freche Hündin, mit sichtlichem Spaß am Leben. Wir wissen seit ca. 4 Jahren, dass Lady Krebs hat und ihre Zeit bei uns nur noch begrenzt sein wird. Es wird keine weitere OP mehr geben, sie soll ihre restliche Zeit bei uns ungestört verbringen. Mittlerweile ist Lady auch noch Diabetikerin. Wir hoffen, sie begleitet uns noch recht lange auf all unseren Wegen.

                                                                                                     

Lady verstarb am 11.12.2008 nach fast 16 gemeinsamen Jahren.

 

Asko:

Nach Rocky´s Ableben war hier ein Platz frei geworden, der neu besetzt werden sollte. Es sollte wieder ein Seniorhund sein. Die Ruhe und Gelassenheit der älteren Tiere ist für uns nur ein Grund, ein Anderer ist der, dass sie kaum eine Chance auf Vermittlung haben. Asko kam als 12 jähriger, sehr kranker Hund ins Tierheim. Seine Chance auf Vermittlung war mehr als gering. Er wurde in der Sendung "Tiere suchen ein Zuhause" vorgestellt, war im Internet unter der Rubrik "Graue Schnauzen" zu sehen und saß, als wir anfragten, immer noch im Tierheim Fulda. Als wir am 06.03.04 bei Schneefall und Eisglätte ins knapp 200 Km entfernte Fulda fuhren, waren wir die EINZIGEN Bewerber für den hübschen, schwarzen Spaniel, der sehnsüchtig auf jemanden wartete, der ihn abholen würde.

Asko hatte unsere Herzen sozusagen in 5 Minuten erobert. Unsere Herzen - nicht das Herz von Lady!

Unsere kleine Hündin giftete den alten Herrn die ersten paar Tage doch sehr an, bis es ihm reichte. Er klärte seine Stellung in diesem Haus, zwischen Sofa und Wohnzimmertisch, mit einer kurzen aber sehr gezielten Attacke ab. Keiner der beiden Hunde kam zu Schaden, aber ab da war Ruhe und Friede zwischen den Hunden. Asko litt unter Diabetes insipidus, der Wasserhahnruhr, besser bekannt unter der "Saufsucht". Mit Tabletten lies sich diese Krankheit gut einregeln, sodass er in normalen Mengen Wasser zu sich nahm und auch wieder fressen konnte, dennoch blieb er für den Rest seines Lebens sehr schmal. Asko erlitt innerhalb eines Jahres drei Schlaganfälle, von denen er sich erstaunlich gut erholte. Beim letzten Schlaganfall blieb die linke Gesichtshälfte taub. Der schöne, schwarze Spaniel durfte leider nur noch knappe 13 Monate unseren Weg begleiten.

Er hat uns viel Arbeit gemacht, viele Sorgen bereitet und wir hoffen alles getan zu haben, um ihn sein Leben noch so schön wie möglich zu gestalten. Und wir haben es gern getan.

Asko schlief am 05.04.05 zum letzten mal in meinen Armen ein.

                                                                                                      

                                                                                                                                                                                                               

Semi:

Semi ist am 15.03.1995 geboren und lebte bei einem älteren Herrn. Als dieser ältere Herr verstarb kam der hübsche, 51 cm hohe, braune Mischling, nach kurzem Zwischenstopp bei der Tochter des Verstorbenen, ins Tierheim.  Er saß schon im Tierheim als wir Asko abholten. Dazwischen waren 13 Monate vergangen ohne das sich jemand für ihn interessiert hatte... Nachdem Asko´s Platz frei wurde, wollten wir erst ein paar Tage vergehen lassen, bis wieder ein zweiter Senior bei uns einziehen sollte... aber Erstens, kommt es anders und Zweitens, als man denkt.  Wir waren aus einem ganz anderen Grund ins Tierheim gefahren und wollten nur eine Hündin zu ihrer Pflegestelle bringen, die in unserer Region lag.

Nun, Neugierig wie ich nun mal bin, stiefelte ich die Reihen der Boxen ab. "Nur gucken..."
Mein Mann Michael stiefelte neben mir her. Eigentlich sollte es ja, wenn überhaupt, mal wieder ein etwas größerer Hund sein... Rondo, ein Schäferhund, hatte es mir angetan. Aber Rondo war der Meinung,>> Nö, ich mag dich nicht und die gescheckte Kleine neben dir, die mag ich auch nicht.<< Schade!

Frau R. fiel dann Semi ein, sie holte ihn und er vertrug sich auf Anhieb mit Lady und das war ja das Allerwichtigste. So kam der einst leberkranke Semi zu uns. Am 10.04.05 zog er bei uns ein. Dieser Hund stellte uns jeden Tag erneut auf harte Proben. Ist ein Dickschädel, ein brummiger brauner Bär, ein Knallkopp und wenn er will ein großer Schmuser. Streckenweise war sehr ängstlich, teilweise richtig aggressiv, dann wieder verstockt und zurückgezogen. Semi schien wenig zu kennen, kann bis heute nicht richtig spielen und neigte immer wieder zum Knurren.

Was auch immer ihm in seinem Leben begegnet oder auch nicht begegnet ist, wir schaffen das! Wir kriegen es hin, auch wenn es ein Geduldsspiel ist...  Zwei Schritte vor, einer zurück... macht nichts, es gibt schlimmeres.

                                                                             

Dezember 2007: Und wir haben es geschafft - inzwischen ist der Hund ein richtiger, braver Familienhund geworden.

Mai 2009: Semi verstarb an einer heftigen Erkrankung innerhalb von 10 Tagen am 06.05.2009.

 

 

Morziska (Mathilda):

Für die kleine Dackeline Morziska, heute Mathilda (geschätzte 12 Jahre) wurde in BRD eine Endpflegestelle gesucht. Die kleine Dackelmischung saß in Ungarn über mehrere Jahre in einer Tötungstation, nur Dank ihres Paten durfte sie am Leben bleiben. Frau R. vom TH Fulda fragte bei uns nach, ob wir eventuell jemanden wüßten, der das kleine Hundemädchen bis zum Lebensende betreuen könne. In unserem Bekanntenkreis fand sich eine geeignete Pflegestelle und Morziska trat die Reise aus Ungarn nach BRD an.

Sonntag, den 10.04.05 traten wir den Weg nach Fulda an um das Hundemädchen abzuholen und auf die Pflegestelle zu bringen. Da kam sie niemals an..... Schon als wir das Büro betraten sahen wir den Minihund da sitzen. Schwänzchen ging, neugierig hob sie ihr kleines Köpfchen. Sie wackelte auf Fr. R. zu, eine kleine, schwer übergewichtige, ältere Dackeline mit vielen Schrammen und Narben.

Mein Mann setzte sich in den Vorraum mit der kleinen Hundedame. Er sah runter und sie sah hoch. Blicke, die haften bleiben.
Fragende Blicke von ihr...zu ihm >> Tust du mir nichts?<<
Fragender Blick von ihm .. zu ihr herunter >> Was hast du erlebt?<<
Ich stand am Türrahmen und dachte: >> Aha! Das Thema Pflegestelle hat sich, glaube ich, gerade erledigt<<

Lady war nett zu der kleinen Dackeline und wedelte, doch die Dackeline knurrte erst einmal. Aber, wie das so ist, wer nimmt schon einen kleinen Dackel ernst? Weder Lady, noch wir fanden das leise Grollen beängstigend. Auf dem Weg von Tierheim nach Hause gab es exakt zwei Minuten Besprechung und damit war klar, Morziska würde als dritter Hund zu uns und nicht auf die Pflegestelle kommen.

Als wir Abends zum erstenmal mit dem Dreierpack Gassi gingen, schaute ich auf den Minihund herunter und sagte: "Mathilda, das passt" dabei ist es geblieben, obwohl wir sie nun liebevoll "Tildi" und "Tildchen" rufen. Inzwischen hat sie von 14,7 Kg  auf  8,5 Kg abgespeckt und ist ausgesprochen flott auf ihren kurzen Beinchen unterwegs. Das kleine Hundemädchen macht uns nur Freude, ist unkompliziert und sehr liebesbedürftig, verschmust und zärtlich.

                                                                                               

Dezember 2007: Die kleine Dackeline ist bis heute ein fröhlicher und unkomplizierter Hund geblieben.

Juli 2008: Unser kleines Sonnenscheinchen, unser Tildchen, schlief am Abend des 06.07.2008 für immer ein. Sie hatte ihre ganze Familie bei sich und wir vermissen sie alle sehr. Dieser kleine, immer freundliche und fröhliche Hund hinterlässt eine riesen große Lücke in unserem Leben.  


 

Chicca:

Chicca ist unser "Wochenend-Urlaubs-Hund".
Sie ist der Hund meiner Mutti und immer wenn Mutti auf Tour ist, in Urlaub, auf Seminar oder aus sonstigen Gründen unterwegs, kommt Chica zu uns.

Chicca stammt aus einer Müllpresse, wenn damals einer den Knopf gedrückt hätte, wäre sie zermalmt worden. Es hat aber keiner gedrückt und so kam das Hundemädchen 1992 zu uns in die Familie. Sie war wohl seinerzeit ein verunglücktes Weihnachtsgeschenk, dass auf diesem Wege entsorgt wurde. Wir wissen weder was sich an Rassen in ihr verbirgt, noch wie alt sie wirklich ist. Von unserem Tierarzt wurde sie damals auf ca. 1-2 Jahre geschätzt. Mit Sicherheit wissen wir aber, woher ihre Angst stammt, wenn jemand an ihre Pfoten will, denn ihre Pfoten waren in der eisigkalten Januarnacht fest mit Klebeband umwickelt. Ziemlich verstört kam das kleine Müllmonster in unsere Familie. Halbherzig nahm meine Mutter sie auf. "Nur für ein- zwei Tage, bis ich einen Platz für die Kleine hab" war damals meine Ausrede. Heute würde Mutti darauf nicht mehr reinfallen, aber ich glaube fast, sie fiel damals gern drauf rein. Denn die kleine, dicke Wurgel ist heut ihr Ein und Alles.

Aus dem verschreckten Etwas auf  4 Pfoten ist ein netter, selbstbewußter, fröhlicher Hund geworden.
Nur eins hat sie immer noch, eine verdammt große Klappe, die niemals stillsteht und bei jedem Schritt einmal "Wau" macht.  Inzwischen ist sie leider völlig gehörlos und hat mit ihren Gelenken einige Probleme, was aber bei einem Hund in ihrem Alter völlig normal ist.

                                                                                  

Chicca verstarb am 22.08.2007 zuhause bei meiner Ma, die sie liebevoll bis zum letzten Atemzug begleitete.

                              

Yuna:

Tja, die ca. 10 jährige Yuna lebt seit März 2010 bei uns, sie sollte aber eigentlich nicht hier bleiben. Wir haben die kleine Zicke aus einer Notsituation übernommen, sie kann nicht mehr in ihr einstiges Zuhause zurück. Ursprünglich stammte sie aus einer polnischen "Schmalzfabrik". Ja - Sie lesen richtig, sie sollte zu Schmalz verarbeitet werden, entsprechend fett war sie auch. Diese "Firma" wurde geschlossen! Gott sei Dank! Yuna zog zunächst zu einer älteren Dame, die unglücklicherweise bereits 14 Tage später nicht mehr in der Lage war, ihre beiden Hunde zu versorgen. So kam Yuna zu uns. Noch von ihrer Vergangenheit geprägt, erst zuschnappend - dann fragend. Misstrauisch, nicht sicher ob sie diese Welt nicht doch nur zum "kotzen" finden sollte, holte ich sie zu uns. Himmel, hat dieser kleine Hund nach mir gebissen. Nur mein Mann hat vor sowas einfach keinen Respekt, schnappte sie, hob sie hoch und sagte "Das ist doch kleiner als ein Dackel, ich lass mich doch von sowas nicht tackern!" und damit gewann er zunächst mal. Yuna zog hier ein, zu einem Zeitpunkt wo gerade bei mir beruflich alles auseinander fiel. Ich war also nonstop Zuhause! Und genau das wird jetzt zum Problem: Sie kennt es bei uns nicht anders, als das immer jemand da ist... wir üben verzweifelt das Alleine bleiben. Alles andere ist inzwischen beigelegt, sie ist freundlich, geht zu Besuchern, begleitet uns auf Feste / Veranstaltungen - alles ohne zuschnappen, knurren, ohne irgendwo zu zögern.. nur Alleine - das will sie nicht sein! Wir arbeiten dran.

Yunachen ist für uns völlig unerwartet an einem Infekt am 17.01.2012 verstoben

 

Krümel:

Krümel war vermutlich Jahrgang 1997/ 1998 und seit dem 15.04.2012 bei uns. Er stammte ursprünglich aus Polen. Der kleine steinalte und stocktaube Hundemann durfte seine letzte Zeit bei uns verbringen. 4 kurze Wochen waren ihm noch bei uns vergönnt.

Das Bubchen benötigte einiges an Medikamenten, war aber weitgehend noch recht munter.

Krümelchen verstarb nach einer sehr schweren und komplett durchwachten Nacht in meinem Arm am 13.05.2012

 

 

 

Lesen Sie bitte auch die ausführlichen Berichte zu den aktuell bei uns lebenden, einzelnen Hunden unter den Namens-Rubriken. (Unterrubriken - sofern schon vorhanden)

*** Ende ***

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