Nevia ist zwar keine Seniorin, aber ihre Geschichte ist Einzigartig, aus diesem Grunde findet Nevia´s Geschichte in dieser Rubrik ihren Platz.

 

** NEVIA **

eine extrem menschenscheue Hündin

 

Nevia wurde einst in der Rhön als freilaufender, streunender Hund gefangen und kam in ein Tierheim. Da sich niemand meldet, hatte sie offenbar keinen Besitzer. Sie könnte ein Nachkomme eines Bauernhofhundes sein, der verwildert groß wurde und mit Menschen nichts am Hut hatte. Es begann ein langer Weg mit Nevia, man gab ihr einen Namen - an den sie sich dann auch gewöhnte, ihr Ohrenspiel, wenn man sie ruft, ist wunderschön. Sie ist sehr aufmerksam, neugierig, einzig die Nähe der Menschen, die mochte sie nach wie vor nicht. Man sah ihr deutlich an, wenn sie gestreichelt oder gebürstet wurde, wie zuwider ihr das alles war. Doch trotz aller Ablehnung zu den Menschen, sie hat nie mit den Zähnen gezeigt, dass sie nur ihre Ruhe und einen gewissen Abstand haben möchte. Sie ist immer friedlich geblieben, selbst in größter Bedrängung und Panik. Man erreichte eines Tages mit Nevia doch einen gewissen Erziehungspunkt, an dem man beschloß, Nevia könnte nun in eine Pflegefamilie wechseln und dort lernen was sie bisher im Tierheim noch nicht erlernt hatte. Der Tag X kam, Nevia zog um. Noch am gleichen Abend gelang es ihr von ihrer neuen Pflegestelle zu flüchten. Die sehr sprunggewaltige Nevia war weg und sie blieb auch lange Zeit verschwunden. Ab und zu sah ein Jäger sie - doch sie wilderte nicht und gab damit keinen Grund zum Abschuß. Erst viele Monate später gelang es einigen Tierheim-Leuten Nevia wieder einzufangen. Der Zugriff glückte auch nur deshalb, weil Nevia Junge säugte und sich mit ihren Kleinen in eine Scheune zurück gezogen hatte. Die Kleinen wurden größer und vermittelt, Nevia ging wieder eigene Wege, ihr Zutrauen zum Menschen war kein Stück gewachsen in der Zeit mit ihren Jungen. Im Gegenteil, kaum waren ihre Minis vermittelt, fiel sie extrem schnell zurück in ihr altes Verhaltensmuster. Jedes laute Geräusch löste bei ihr Panik aus, jedes Angreifen war für sie sichtbar unangenehm, Gassigehen eine einzige Stress -Tour für sie. Ich hab mich oft, wenn ich denn im Tierheim war, einfach nur an den Zwinger gestellt und gewartet - sie kam dann öfter bis auf Armeslänge zu mir heran. Doch ich vermied es, sie anzusprechen - oder gar nach ihr zu greifen. Ich fühlte mich schon immer zu dieser kleinen, scheuen Maus hingezogen, fand sie einfach nur wunderschön und sie vertraute mir wohl in so weit, dass sie freiwillig so dicht zu mir heran kam. Manchmal stand sie minutenlang still vor mir und sah mich nur fragend an - und ich sah sie mir an.. Ich mochte sie so, wie sie war und ich wollte von ihr nichts, verlangte nichts von ihr - vielleicht war es das, was sie freiwillig zu mir hin trieb und heran kommen lies. Das gelang auch immer nur, wenn wirklich gar kein anderer Mensch in der Nähe war - niemand irgendwo auf dem Gelände Krach machte, wir Ruhe hatten für eine Art stummer Zwiesprache. Ihr Verhalten würde imTierheim nicht mehr besser werden können. Dort fand sie nicht die Ruhe, die sie brauchte, um lernen zu können. Dort würde sie nie weiter auf Menschen zugehen lernen, nie von sich aus beginnen zu einem Menschen Bindung aufzubauen. Zu oft wechselte ihr Zwingerpartner - zu oft die Menschen um sie herum. Zu laut war ihre Umgebung und zu hektisch der Alltag im Tierheim.

Dies war nicht nur mir klar - sondern auch anderen Menschen, die aus meinen Erzählungen von Nevias seltsamen Verhalten wußten.  Eine Tierschützerin meinte es gut und setzte Nevia zunächst in den großen Tierschutzverteiler, mit der Hoffnung, dass sich dort jemand finden würde, der sich der scheuen Hundedame annehmen könnte. Das verlief ohne Erfolg. Daraufhin setzte sie sich mit einer, aus Medien- und Seminaren, bekannten Tiertrainerin in Verbindung. Diese kam tatsächlich in das Tierheim, besah sich das "Problemtier" und erklärte, dass sie diese Hündin, sobald sich ein freier Platz in ihrer Trainergruppe ergab, zu sich holen würde. Der nächste freiwerdende Platz befände sich allerdings dann in Östereich.. Selbst die Trainerein meinte, dieser Hund würde niemals ein normaler, alltagstauglicher Hund werden. Von ihr und ihrem Können bin ich überzeugt - allerdings störte es mich massivst, dass man diese kleine Hündin nicht selbst trainieren würde, sondern sie sozusagen in den eigenen Kreisen weiter reichte - sogar bis ins benachbarte Ausland. Das würde sehr wahrscheinlich bedeuten, wir bekämen kaum mehr ein Feedback, würden nicht erfahren was aus der kleinen Hündin später geworden wäre und zum anderen, das war mir schlicht zu weit weg. Ich sprach mit der Vermittlerein des Tierheimes und erklärte ihr meine Bedenken, man hörte zu und verstand mein Veto durchaus, aber sollte man Nevia denn für immer im Tierheim sitzen lassen? Konnte man ihr diese Chance, auf ein Leben außerhalb des Tierheimes, aus diesen Gründen verwehren? Daraufhin sagte ich zu, Nevia zu uns zu nehmen, sobald hier wieder ein Platz frei werden würde. Ich meinte es ernst und wurde auch ernst genommen, man würde Nevia auch solange noch im Tierheim behalten.. Natürlich zählte auch das Argument, dass wir uns mit Nevia einen Platz für einen Oldie auf sehr lange Zeit besetzen würden - aber nun? Wenn sie den Platz doch brauchte, dann sollte sie ihn auch bekommen. Hauptsache die Hündin ginge nicht ins Ausland und zu völlig unbekannten Leuten, verlöre nicht noch einmal alles, was sie inzwischen kannte und brauchte dann nicht komplett aus allem halbwegs Vertrauten herausgerissen werden. Und sei es nur ihr Name und die vertraute Sprache, der Dialekt, der ihr blieb.

Ganz nebenbei war auch noch meine Hundetrainerin aktiv, die auch mitbekommen hatte, dass Nevia eventuell ins Ausland zu einem Trainer gehen sollte. Sie sah dieses ähnlich problematisch und war ebenso bereit, für diese scheue Hündin den richtigen Platz heraus zu suchen. Je nachdem was nun schneller ging, sollte Nevia entweder zu Leuten gehen, die ihr alle Zeit der Welt ließen um ein normaler Hund zu werden - oder eben dann eines Tages zu uns umziehen.

Es ist verflixt schwer - Leute zu finden, die keinerlei Ansprüche an so ein Tier stellen - aber es ist nicht unmöglich. Nevia an sich ist absolut problemlos zu halten, wenn man ganz einfach keinerlei Erwartungen an sie stellt. Denn was wollte diese Hündin eigentlich von den Menschen? Was erwartete sie von ihnen? Nichts! Sie wollte nur ihre Ruhe - eine Schüssel Wasser, eine Schüssel Futter und eine Hütte mit einer warmen Decke drin. Anspruchsloser geht es kaum noch. Es ist der Mensch allein, der es gerne anders hätte. Der Mensch ist der Meinung, Hund muss sich jederzeit angreifen und kraulen lassen, auf Zuruf kommen und so weiter. Warum eigentlich? Kann man einen Hund, wie Nevia, nicht einfach akzeptieren, wie er ist und ihn selbst entscheiden lassen, wann er kommt, wann er beginnt Nähe zu suchen?

Dank Dorothees Hilfe fanden sich solche Menschen, die zunächst keine Erwartungen an Nevia stellten. Wir schrieben viel hin und her, Dorothee, ich und Familie N. - erklärten, erzählten, berichteten, tauschten uns aus, tauschten aus was wir erwarten oder was zunächst nicht erwartet werden konnte, welche Dinge zu beachten waren im Umgang mit Nevia, was im Vorfeld an Zaunhöhe und Sicherheitsmaßnahmen erbracht  werden mußte, usw... und je öfter wir Kontakt hatten, desto klarer wurde: es sind die richtigen Leute für diesen Hund. Sie würden ihr zunächst alle die Dinge ermöglichen, wie ich sie ihr auch ermöglichen würde - und in Ruhe versuchen mit Nevia zu arbeiten. Diese Leute wissen, das geht nicht in 3 Monaten - es kann Jahre dauern, bis diese Hündin eines Tages begreift, es ist alles ok.. Das alles lief parallel zu der Aktion "Hundetrainer im Ausland". Es gab daraufhin kurzfristige Unstimmigkeiten mit der Tierschützerin, die das alles angeleiert hatte und nun nicht akzeptieren wollte, dass eben diese Hundetrainerin in diesem speziellem Fall nicht die richtige Person war. Ansonsten gut, aber für Nevia leider nicht der Ansatzpunkt den sie speziell brauchte. Es kam der Tag an dem wir diese Leute, die durch Dorothee an Nevia interesse gefunden hatten, dem Tierheim und der Vermittlerin für Nevia empfahlen..

Nevia zog am Samstag 11.08.2007 bei Familie N. in ihr neues Zuhause nahe bei Bad Ems ein. Bei der Vermittlung waren wir nicht zugegen, haben aber die Einfangaktion mit 3 Personen im Zwinger lebhaft geschildert bekommen.. es war wohl niemand in der Lage mit der nötigen Ruhe und Geduld die scheue Hündin einzufangen und anzuschirren. Immerhin gelang es aber dann doch noch und Nevia konnte zunächst mit ihrem neuen Kumpelhund Gassi gehen und wurde dann verladen. Die Fahrt ins neue Zuhause verlief ohne Komplikationen und ohne Hektik.

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18.08.2007

Nevia ist nun 1 Woche im neuen Zuhause


Samstagabend als sie ankam, wurde sie, wie vorher besprochen, mitsamt ihrer Box ausgeladen. Man lies ihr damit keinerlei Möglichkeit zur Flucht. Die Box wurde erst in Nevias Raum geöffnet und man überlies die Hündin vorerst sich selbst.. das Beste was man in so einer Situation mit so einen übermäßig ängstlichem Hund tun kann. Ruhe rein bringen..

Dann - nach einer Weile - drehte sie, fast wie ein normaler Hund, erst mal eine zwar etwas unsichere, aber durchaus neugierige Runde mit Sparky, einem äußerst souveränen Rüden, durchs Haus und durch den angrenzenden Hof. Als sie feststellte, da ist keine Chance zum irgendwo rauskommen, kam sie in die Küche und knallte sich unter den Tisch, an dem die ganze Familie gerade zu Abend gegessen hatte und noch drum herum saß. Keine Spur von Scheu. *Staun*  Das begann ja um einiges besser, als man sich in den kühnsten Träumen erhofft hatte. 

Die Nacht verbrachte sie dann in ihrem ruhigen Extrazimmer - die Box stand offen darin und Nevia erkannte diese sofort als ihren
"Sicherheitsbereich" an.

Sonntagmorgen besuchte Sparky sie an ihrer Box - vermochte sie aber nicht heraus zu locken. In aller Ruhe schirrte Frau N. Nevia dann auf mehrere Etappen in der Zimmerbox an - legte ihr die beiden 20 Meter Leinen an, rollte diese langsam und ohne Hektik aus und lies Nevia in Ruhe.. das alles dauerte gut eine Stunde, da alles ohne Zwang und Hektik gemacht wurde. Erst eine ganze Weile später forderte Frau N. Nevia durch sanften Zug an der Leine auf, ihre Box zu verlassen. Frau N. stand dabei im Hof - um Nevia nicht zu Nahe zu sein.. Nevia spürte so nur den sachten Zug an der Leine - sah aber nicht woher der Zug kam.. Und Nevia kam - zwar nur 2 Schritte, blieb dann stehen, sah sich um - aber sie kam, die Leine lag schlaff am Boden, man lies der Hündin erneut alle Zeit der Welt und bedrängte sie nicht. Nevia beschloß, der Ausflug war für den Anfang genug und das wurde auch akzeptiert.

Zu Fressen bekam Nevia am Sonntag noch in ihrer Box aus dem Futterbeutel.So begriff sie sehr schnell - diese Hand ist die, die mir das Futter zugänglich machen kann - diese Hand will mir nichts böses.

Mittlerweile frisst Nevia außerhalb ihrer Sicherheitszone - vor der Box, aus dem Beutel. Mit viel Leckerli und leiser Stimme gelang es Frau N. Zugang zu Nevia zu bekommen und sie Stück für Stück aus der Box zu locken.. Sparky ist kein Futterneider und so ist es einfacher, ihn und Nevia gemeinsam zu füttern.

In dieser einen Woche lernte Nevia, dass ihr in ihrem Zuhause nichts böses geschieht, dass sie einen Sicherheitsbereich hat, in den sie sich jederzeit zurück ziehen kann, wenn es ihr zuviel wird. Den sie aber auch jederzeit verlassen kann, wenn sie es möchte und die Neugier sie doch mal antreibt. Sie lernte, dass das Anlegen von Halsband, Geschirr und den langen, leichten Leinen nichts unangenehmes sein muss - weil es eben- im Gegensatz zum Anschirren im Tierheim - mit viel Zeit und Ruhe angegangen wird, das ging im TH halt nicht.

Nevia hat die Ruhe gebraucht - die sie im Tierheim nicht bekommen konnte, um zu begreifen, dass hier, das ist mein Mensch - und der tut mir nichts. Sie brauchte immerhin 4 Tage um zum erstenmal ein größeres Bächlein zu machen, brauchte 4 Tage um auch ein großes Geschäft im Hof zu machen - vorher war der Hund völlig blockiert.

Seit gestern steht ihre Box nun im Esszimmer - die Hündin sieht somit was um sie herum vorgeht - akzeptiert auch in diesem Raum die Box als ihren eigenen "Sicherheitsbereich", aber sie verlässt sie nun freiwillig und schaut, was Fauchen so macht. Sie tappt seit gestern Frauchen vorsichtig hinterher. Neugierig war sie ja schon immer - aber die Angst hielt sie stets auf Abstand und Fluchtbereit.

Nevia baut nun langsam Bindung zu ihrem neuen Frauchen auf - und ich bin froh und dankbar dafür, dass Frau N. und ihre Familie derartig viel Geduld mit "meiner" kleinen, scheuen Kummermaus haben. Danke Dorothee - für diese wunderbaren Menschen mit dieser fast unendlichen Geduld.

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01.09.2007

Drei Wochen mit Nevia

Nevia macht langsame Fortschritte.

Inzwischen folgt sie Frauchen durchs ganze Haus. Hund rufen? Nicht nötig. Hund ist schon da!  Sie steht immer nur ein paar wenige Schritte hinter Frauchen. Nun hat Nevia neben dem Sofa im Wohnzimmer eine eigene Decke bekommen, die sie auch annimmt und das auch dann, wenn alle ihre Menschen im Raum sind. Zaghaft schnuppert sie auch schon mal an der Hand von Frauchen, wenn diese - wie völlig unbeabsichtigt - den Arm und die Hand einfach mal über den Sofarand hängen lässt.

Nevia wedelt morgens fröhlich, wenn sie die Stimme ihres Frauchens vernimmt und verlässt dann auch freiwillig ihre Zimmerbox und kommt zum Fressen in die Küche. Über Tag benutzt sie lieber nun die Decke neben dem Sofa - ihre Box ist natürlich jederzeit für sie erreichbar. Doch sie traut sich inzwischen viel mehr zu und bleibt in der Nähe von Frauchen und damit außerhalb der Zimmerbox. So erlebt sie täglich, dass diese Familie ihr Zeit lässt, sie nicht bedrängt. Nevia lernt dadurch, immer mehr Vertrauen in ihre Menschen zu bekommen. In Sparky hat sie einen prima Kumpelhund gefunden, an den sie sich nun doch nach und nach orientiert. Sie ist ja schließlich doch neugierig was Sparky so den ganzen Tag treibt. Im Hof schaut Nevia hin und wieder, wie hoch die Zäune sind und entschließt sich dann aber ihrem Frauchen wieder nach drinnen zu folgen. Sie hat noch keinen einzigen Fluchtversuch unternommen. Bei der Zaunhöhe hat sie auch keine Möglichkeit, doch allein schon der abschätzende Blick, lässt einem manchmal die Hunde-Gedanken erraten. Eine weitere Sicherung ist die Tatsache, dass Nevia niemals alleine und ohne die 2 verschiedenen 25 Meterleinen an Geschirr und Halsband in den Hof darf. Das Ankleiden vom Geschirr geht mittlerweile völlig problemlos und ohne Hektik vonstatten. Die Hündin hat in den ersten Tagen in dieser Familie gelernt, es ist gar nicht schlimm ein Geschirr angezogen zu bekommen - denn man lies sich alle Zeit der Welt dafür mit ihr. Inzwischen steht Nevia still und weiß, wenn das Geschirr angezogen wird - dann gehts raus in den Hof. Zum schnuffeln, erleichtern, toben und spielen mit Sparky. Sie verbindet nichts mehr negatives mit dem Anziehen des Geschirrs.  Die Zeiten, als im Tierheim mit drei Leuten hinter ihr hergehechtet werden mußte - um die Hündin zum Gassigehen anzuziehen - sind mittlerweile endgültig vorbei.

Gassigehen rund ums neue Zuhause ist noch nicht möglich mit ihr - aber so nach und nach festigt sich die zaghafte Bindung zum Frauchen und wenn Nevia eines Tages sicher genug geworden ist - wird man versuchen ein paar Schritte mit ihr außerhalb des Grundstückes zu gehen. Doppelt und dreifach abgesichert natürlich. Erst muss eine gute, sehr feste Bindung von Nevia zu ihrer Familie bestehen - dann kann man mit ihr einen solchen Versuch wagen. Alles andere wäre für die kleine Hündin starker Zwang und würde sie sofort wieder um Welten zurück werfen. Die Familie geht mit ihr keinerlei Risiko ein. Sie haben sich auf diesen Hund bestens vorbereitet und halten sich an alle Vorgaben und Tipps, die sie von unserer Hundetrainerein und auch, in sehr geringer Menge, von mir bekommen.

Nevia erlernt gerade, dass ihre neue Familie Sicherheit bedeutet. Als sie in den ersten Tagen bei der Familie im Hof wegen eines fremden Geräusches einmal panisch wurde, nahm man sie fest in den Arm und trug sie ins innere des Hauses - daraus resultierte nun, dass Nevia ihrem Frauchen seither in etwas Abstand stets folgt. Sie hat bei dieser Aktion begriffen: Frauchen = Sicherheit und das ist ein riesen Schritt in Nevias Entwicklung. Ein riesen Schritt nach vorn.

Mit der Zeit kommt immer mehr Sicherheit und mit jedem Tag wird es ein winziges Stückchen besser mit Nevias Verhalten.

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 26.03.2008 

 Neues von Nevia

Sieben lange Monate sind vergangen seit Nevia im August 2007 in ihr neues Zuhause einzog. Nun - es dauert seine Zeit, bis ein solch extrem scheuer Hund kleine, aber stetige Fortschritte macht. Doch heute möchten wir wieder einmal über die hübsche, zarte Hündin berichten.

Neugierig schaut sie was Frauchen da in der Hand hält und flüchtet auch nicht, als die Kamera auslöst.


Nach und nach macht Nevia kleine und größere Fortschritte. Mittlerweile kann sie nun ganz nahe an ihren Menschen im Zimmer vorbeilaufen, das war bis vor kurzem nicht möglich. Dann blieb sie stehen oder machte einen großen Bogen drum herum. Nevia kommt nun freiwillig zum Schmusen und lässt sich den Kopf streicheln und drückt sich sogar dagegen!

 hier nimmt sie vorsichtig ein Leckerli aus Frauchens Hand.


Sie wedelt nun immer zaghaft und vorsichtig, wenn Frauchen nach Hause kommt und die hübsche Maus traut sich nun auch, mit Sparky zu bellen, wenn er meldet. Ich habe Nevia niemals bellen hören, und ich würde mich wahnsinnig darüber freuen, sie einmal selbst Bellen zu hören.


Nevia läuft nicht mehr zu den Vögeln hin, die in einer großen Voliere sind. Die Familie hat viele Vögel und für Nevia war das Anfangs ein sehr interessantes Geflatter. Auch das ist nun vorbei, sie interessiert sich nicht mehr dafür.


Nevia geht inzwischen von ganz alleine in den Hof (mit ihren Leuten natürlich, aber ohne Leine) und ist dort ganz locker. Zu Beginn bei ihren neuen Besitzern hatte sie Angst im Hof und suchte nach Fluchtwegen. Sie fixiert heute nicht mehr den Zaun um eine Lücke zu finden. Auch das hat sich gänzlich gelegt, zur Freude ihrer Menschen.

Das Drama des Anleinens ist endgültig vorbei - flüchtete sie vor 8 Monaten noch völlig kopflos in die hintersten Ecken, sobald nur jemand ihren Zwinger betrat, lässt sie sich heute ohne Probleme an die Leine nehmen.

Beim Frühstück sitzt sie dabei und bettelt..vor wenigen Wochen noch völlig undenkbar, dass dieser Hund jemals freiwillig die Nähe von Menschen suchen würde. Heute sitzt sie einträchtig  mit Sparky am Frühstückstisch und bekommt auch Leberwurstbrot vom Herrchen, was sie ganz vorsichtig nimmt.

Sie lässt sich noch nicht von Fremden anfassen, aber muss sie ja auch nicht. Demnächst wird sie das erste Mal aus dem Hof dürfen, auf den Parkplatz hinter dem Haus. Selbstverständlich gesichert und nur, soweit sie will. Wenn es nur ein Schritt ist, dann ist es auch gut, so fing ja alles an. 

Nevia hat solch ein Glück gehabt, zu dieser Familie zu kommen...

Danke Dorothee, für die vielen tollen Nachrichten und dafür, dass du Nevias Leuten nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite stehst. Wie heißt es so schön? Gut Ding muss Weile haben.. Nevia ist der lebendige Beweiss dafür.

Nevia liegt hier ganz entspannt auf ihrem Platz.

 

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